Onna Bugeisha – der weibliche Krieger. Das ist die ganze Bandbreite der Kampfkünste – zusammengestellt und durchgeführt von Frauen für Frauen.

Onna Bugeisha nannte man die wehrhaften Frauen der Samurai, die Heim und Familie mit dem gleichen Kampfgeist und Ehrgefühl verteidigten, wie ihre Männer. Onna Bugeisha heute, das ist ein Konzept der Kampfkünste, das erfahrene Meisterinnen aus den Bereichen Kickboxen, Tai Chi, Selbstverteidigung und Schwertkampf für die Frauen unserer Zeit entwickelt haben: Trainingsevents zur Steigerung von Fitness, Selbstvertrauen, Durchsetzungsvermögen, Selbstverteidigung und Nothilfe, Teamspirit und mentaler Stärke, die Spaß machen und lehren, sich in allen Situationen zu behaupten.

Andrea Kelschebach, Daniela Haak und Monika Bertaggia haben eine Palette von halb- bis mehrtägigen Trainings-Sessions zusammengestellt, die die ganze Bandbreite der Kampfkünste vom körperlichen Workout über das Mentaltraining bis zu den verschiedenen Aspekten der Deeskalationsmaßnahmen und der Selbstverteidigung umfassen.

Onna Bugeisha wird erstens in Form offener Seminare angeboten und kann zweitens als geschlossenes Aus- und Weiterbildungsprogramm gebucht werden. Die offenen Veranstaltungen eignen sich beispielsweise, um in einem Fitness-Studio ein besonderes Kursangebot als einmaliges oder wiederkehrendes Highlight für die Damen anzubieten. Die geschlossenen Kurse richten sich je nach Inhalt an Firmen, Institutionen, Behörden und Vereine, die einem geschlossenen Personenkreis Fort-, Weiter- und Teambildungsmöglichkeiten eröffnen oder einfach nur ein Incentive für gute Leistungen oder sonstige Anlässe bieten möchten.

Onna Bugeisha - der weibliche Samurai

Immer mehr Frauen interessieren sich für die Kampfkünste, denn die sind der Königsweg dazu, alle Qualitäten auszubilden, auf die die moderne Frau Wert legt: Selbstbewusstsein, Fitness, mentale Stärke, einen schlanken, starken Körper und Durchsetzungsvermögen, letzteres in allen Lagen und gerade auch in bedrohlichen Situationen.

In den meisten Gesellschaften der Geschichte würden Frauen vergeblich nach Vorbildern für diesen Wunsch suchen, denn Kampf und Kampfkunst waren jahrtausendelang von Männern bestimmt, und auch die Amazonen gab es in Wirklichkeit nicht. Doch ausgerechnet im alten Japan, von dem man zu wissen glaubt, dass Frauen dort eine besonders passive Rolle spielten, lebten derartige Role Models - die Onna Bugeisha, die weiblichen Samurai.

Das ist genau genommen falsch, denn Frauen konnten keine Samurai werden, doch es gab Frauen, die außer des ihnen verwehrten Titels "Samurai" all das verkörperten, was den Samurai ausmacht: perfekte Krieger. Sie wurden von und mit ihren Männern im Gebrauch von Waffen ausgebildet und hatten die Aufgabe, die Familie zu beschützen wenn der Mann nicht anwesend oder besiegt worden war. Und das taten sie.

Die berühmtesten Onna Bugeisha, etwa Tomoe Gozen, waren "von außerordentlicher Schönheit, bemerkenswerte Bogenschützen und als Schwertkämpfer so viel wert wie tausend Krieger", erzählt die Heike Monogatari, ein mittelalterliches Buch über die frühe Geschichte der Samurai, und von der Dame Hangaku Gozen heißt es, dass sie erst aus der Ferne durch Bogenschützen schwer verwundet werden musste, bevor die Samurai sich trauten, sich ihr zu nähern und sie gefangen zu nehmen.

Dass sich Andrea Kelschebach, Daniela Haak und Monika Bertaggia gerade die Onna Bugeisha zu Namens-Patinnen erkoren, ist folgerichtig, denn es heißt, dass die besten dieser Frauen die gleichen Stärken wie die Männer, die Samurai, besaßen.

Genau diese Stärken zu vermitteln, ist der Sinn der angebotenen Kurse: Innere Ruhe, absolute Konzentration, eine trainierte Physis und eine durch nichts zu erschütternde Präsenz sind das Ziel, zu dem Onna Bugeisha in ganz verschiedenen Programmen den Weg eröffnet und auf den ersten Schritten begleitet.

16.07.2011 Modern Martial Fitness in Dortmund